STARTUP DAYS – Tag 2
„Stop Piloting. Start Deploying.“ Mit diesem Appell machte Valentin Peters (27pilots) zum Auftakt des Ecosystem Day der StartUp Days Lübeck deutlich: Innovation entsteht nicht durch Pilotprojekte allein. Entscheidend ist die erfolgreiche Integration neuer Lösungen in Unternehmen.
Der zweite Veranstaltungstag stand ganz im Zeichen der Zusammenarbeit zwischen StartUps und etablierten Unternehmen. Im Fokus: Venture Clienting als Innovationsmotor und die Frage, wie aus Innovationen konkrete Wertschöpfung entsteht.
Spannende Impulse lieferten Valentin Peters, der die Entwicklung von Venture Clienting von der BMW Startup Garage zum internationalen Innovationsmodell nachzeichnete. Dabei skizzierte er auch, warum Venture Clienting bei vielen Unternehmen in wenigen Jahren zu Enttäuschung sorgen wird (Hype Cycle). Edda Becker (Fielmann Group AG) gewährte einen Blick hinter die Kulissen des erfolgreichen Venture-Clienting-Programms von Fielmann und machte deutlich, wie strukturiertes Startup-Scouting Innovationen beschleunigen kann. Im Fireside Chat berichtete Annegret Schewe über die Zusammenarbeit von StartUps mit Telekom TechBoost.
Beim Panel diskutierten Katharina Beck (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN), Karolin Hewelt (de:hub Initiative), Sven Röhl (Wimi), Valentin Peters und Dr. Frank Schröder-Oeynhausen (Technikzentrum Lübeck) über die Rahmenbedingungen erfolgreicher Innovationspartnerschaften.
Im Laufe des Tages wurden zentrale Erfolgsfaktoren für Kooperationen zwischen StartUps und Unternehmen herausgearbeitet:
• Venture Clienting muss die gesamte Value Chain abdecken
• Klare Prozesse und Ansprechpersonen als Grundlage erfolgreicher Zusammenarbeit
• StartUp Scouting ist kein Projekt, sondern eine Haltung
Praxisnah wurde es bei den Erfahrungsberichten aus dem norddeutschen Innovationsökosystem. Philipp Özren (StickTo) und Stefan Stengel (GATEWAY49) zeigten am Beispiel der Zusammenarbeit mit Dräger, wie erfolgreiches Matchmaking zwischen StartUp und Corporate gelingen kann. Jana Ruberg (Digital Hub Logistics Hamburg) sprach über die Bedeutung von Vertrauen und geschützten Räumen für Open Innovation.
Lena Menge, Pascal Gluderer und Frank Bittner gaben Einblicke in die Entwicklung von Finite Air UG (haftungsbeschränkt) auf dem Weg von der Gründung bis zur Betaphase. Jan-Hendrik Seyfahrt von FlyNex erzählte, wie automatisierte Inspektion kritische Infrastruktur resilienter macht.
Neben den fachlichen Impulsen stand vor allem der Austausch im Mittelpunkt. Es war uns eine große Freude, bei den diesjährigen StartUp Days mehr als 400 Teilnehmende zu begrüßen.
Vielen herzlichen Dank an alle Speaker:innen für die wertvollen Impulse und großartigen Einblicke!








